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Alpentour 2016 – Tag 0 – Anreise

Wie schon vor zwei Jahren, aufmerksame Rennrad-Nord-LeserInnen werden es wissen, bekam ich auch 2016 wieder die Gelegenheit, mit meinen Rennrad-Kollegen aus Saerbeck (im nördlichen Münsterland) für eine Woche durch die Alpen zu fahren. Ging es 2014 noch durch die Schweiz und Italien, besuchten wir dieses Jahr die Französischen Alpen östlich von Grenoble.

Als Gast von außerhalb war ich auch 2016 wieder relativ wenig in die Vorbereitungen eingebunden. Immerhin bekam ich mit, dass Michael die Hotelbuchungen und Schuppy und Nisi die Streckenplanungen übernommen hatten. So konnte ich mir die Strecken bereits einige Zeit vorher bei gpsies.de ansehen und genießen. Vorfreude pur!

Los ging ́s am Freitagmorgen, 26. August, bei Fritz vorm Haus. Wie immer, wenn ich mit der Truppe mitfahre, wunderte ich mich auch dieses Mal wieder über das „Raumwunder von Saerbeck“. Da steht man mit acht alten Männern, acht Rennrädern und den Taschen vor dem

Bulli, die Paletten Bier und Kola türmen sich gen Himmel, Werkzeug, Kühltruhe, Kabeltrommel und Ventilator dürfen nicht fehlen – und eine Stunde später ist alles verstaut. Unfassbar!

(Vielleicht eine Art Bildunterschrift? z.B. „Wichtigstes Packmittel: Panzerband!“)

evor es losging, verteilte Michi noch für jeden ein gedrucktes Exemplar des Tourführers: geplante Hotelstandorte, Pässe und Bergankünfte sowie die wichtigsten Übersetzungen (Knackwurst = saucisse de Francfort) hatte nun jeder parat. Vielen Dank an Michi.

Von der Hinfahrt kann ich nicht viel berichten, aus zwei Gründen: Erstens bin ich – autoverkehrstechnisch – in einer Ente sozialisiert worden, so dass ich mich immer dann, wenn es irgend geht und zulässig ist, aus automobil bestimmten Umgebungen zurückziehe. Und zweitens halte ich mich aus den Expertendiskussionen heraus, die immer dann entstehen, wenn sich acht Fachleute mit vier Navis über mögliche Routen und Zeiten etc. austauschen. Was ich von der Hinfahrt noch dunkel weiß, hat etwas mit Opel- Autohäusern, ahnungslosen Tramperinnen, einer Schweizer Bullifahrerin und tollen Abkürzungen über Land zu tun.

Nach der späten Ankunft in Le Pont de Claix wurden noch eben die Räder im Hotel verstaut, bevor es in ein nahegelegenes Restaurant ging. Wie sich herausstellte, war ich der einzige, der ein wenig Kenntnis der Landessprache besaß. Schnell war ausgemacht (mit sieben zu einer Stimme), dass ich die ehrenvolle Aufgabe der Mannschaftskassenführung übertragen bekam. Ich fühlte mich sehr geschmeichelt.

Außerdem wurde ich ab sofort immer dann gerufen, wenn ein Hauch von Kommunikation mit der örtlichen Bevölkerung nötig wurde („Sven, frag mal, wo wir hier sind!“ – „Sven, bestell mal für alle was!“). Dass ich meist der einzige war, der Französisch daherstammelte, während sich alle anderen in Englisch, Deutsch oder anderen Formen verständigten, tat dem kulturübergreifenden Völkeraustausch keinen Abbruch.

Nach der Stärkung im Restaurant, und kurz bevor der Wirt sämtliche gekühlten Flaschen seines umfangreichen Sortiments an Bieren herausgegeben hatte, mussten wir leider schon wieder gehen. Es folgten noch ein oder zwei letzte Biere am Bulli (in dessen Folge zum ersten Mal das Reisewaschmittel zum Einsatz kam) und die erste Nacht in französischen Betten. In bewährter Dreierrunde, mit Nisi und Uli, zog ich in ein Dreierzimmer und schlief ausgezeichnet.

Morgen geht ́s los!

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