Lappwaldsee-Crossduathlon

Bereits Ende letzten Jahres haben Svenja und ich uns für den Lappwaldsee Crossduathlon in Helmstedt (In der Nähe von Braunschweig) angemeldet. Crossduathlon? Was ist das? Ein Crossduathlon ist eine Variante des Duathlon mit dem Unterschied, das für die Disziplin Radfahren auf einem Mountainbike oder Cyclocrosser gefahren wird und als Laufdisziplin ein Crosslauf (Querfeldeinlauf) stattfindet. Der Lappwaldsee Crossduathlon bestand im Hauptwettkampf, für den wir uns angemeldet hatten, aus einer Laufstrecke von  2 x 4,4km und einer Cross-Radstrecke von 20km. 

Am vergangen Wochenende bzw. gestern war es dann endlich soweit, nachdem es in der Nacht von Samstag auf Sonntag noch einmal richtig heftig geregnet hatte und der Himmel von hellen Blitzen und krachendem Gewitter durchzogen wurde, war davon gestern ein Glück nichts mehr zu sehen. Pünktlich um 11:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Start.

Die Startnummern und Transponderausgabe war sehr gut organisiert und verlief schnell und unproblematisch. Kurzerhand die Starnummern an Helm und Rad befestigt und dann ging es in die Wechselzone.

Hier stellten wir unsere Räder an der entsprechende Position ab und begutachteten die Wechselzone genauestens. Wo ging es vom laufen in die Wechselzone? Wo mussten wir anschließend mit den Rädern wieder raus? Wo konnten wir ggf. Zeit einsparen? Der Plan stand. Die Aufregung stieg. Jetzt hieß es warten. Es waren noch zwei Stunden bist zum Start.

Die Zwischenzeit vertrieben wir uns damit den vor uns startenden Jugendlichen zuzusehen. Ob das so eine gute Idee war? Die waren echt schnell. Naja, was solls. Was die können können wir auch. Vielleicht auch nicht so schnell, aber das wird schon werden 🙂

Um 13:30 Uhr war es dann fast auch für uns soweit. Die Rennbesprechung begann. Kurze Einweisung in den Ablauf mit dem Hinweis, dass auf der Strecke ein Fahrrad lag, über das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entweder rüberspringen oder kurz vorher absteigen und übersteigen konnten. Ein Fahrrad auf der Strecke?  😆 Moment mal, da hatte sich der Kommentator aber versprochen. 🙂 Kurze Korrektur. “Es liegt natürlich kein Fahrrad als Hinderniss auf der Strecke, sondern ein Baum”. Achso, na dann ist ja alles klar. 🙂

Um 14 Uhr viel für uns und weitere 128 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann der Startschuss für die 4,4km Laufrunde. Nur nicht zu schnell anfangen war die Devise. Die erste Hälfte lief ganz gut, die zweite war für uns als Flachlandtiroller durchaus anstrengend. Es ging ca. 800 Meter nur hoch. Nach einer Laufzeit von 23:51 Minuten kamen wir in die Wechselzone. Laufschuhe aus, Radschuhe an, Helm auf und rauf aufs Rad. Svenja und ich waren mit Cyclocrossern am Start.

Jetzt lagen 20km Radfahren vor uns. Die Strecke war super. Eine Kombination aus Asphalt, Schotterwegen, und Trampelfahrt aus Rasen an Feldern entlang. Bei Kilometer 12 dann das besagte Fahrrad als Hindernis. Ähmmm… ich meine natürlich die Bäume. Kurz vom Rad runter. Rüber und weiter ging es. Es folgen zwei kurze und knackige Anstiege, die wir mit kurzem “aus dem Sattel kommen” wegdrücken wollten. Aber bei Svenja blockierte das Hinterrad. Es war in dem Moment rausgerutscht als sie in den Wiegetritt gehen wollte. Schnell das Hinterrad wieder richtig festgezogen und weiter ging es. Hatten wir eigentlich Gegenwind? Achja, hier oben Atmen wir diesen ja einfach weg. 🙂 Mit einer Zeit von 48 Minuten kamen wir wieder in die Wechselzone. Die zweiten 4,4km laufen standen an.

Oh man taten die weh, bzw. die Umstellung der Atmung von Radfahren auf Laufen gelang mir persönlich nicht wirklich. Auch hier wieder die Ansage. Nicht zu schnell. Es sind 4,4 Kilometer. 4,4km von denen wir uns mindestens die Hälfte der Strecke quälten. An einer Stelle brannte die Sonne besonders vom Himmel und hier war es zusätzlich auch noch besonders windstill. Der Schweiß lief, die Zähne wurden zusammengebissen. Kurz noch einen Becher Wasser, der gereicht wurde, heruntergeschluckt und dann ging es um die letzten drei Kurven ins Ziel. 

Wahnsinn, neben diversen Rad und auch Triathlon Veranstaltungen konnten wir jetzt auch den ersten Crossduathlon auf unser Konto schreiben. Mit einer Gesamtzeit von 1:39h waren wir wirklich zufrieden und haben, trotz der Anstrengung, gesagt dass wir uns eine Teilnahme im nächsten Jahr durchaus wieder vorstellen können.

Vielen Dank an den Veranstalter und die vielen Helfer, die diese Veranstaltung für uns als Teilnehmer so reibungslos veranstaltet haben. Echt klasse.

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2 comments

  1. Respekt an euch beide. Kann man auch zweimal die Radstrecke fahren und dafür das Laufen auslassen? Dann könnte ich mir vorstellen mitzumachen.

    Game on!

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