Rad am Ring – Bike for SMA

In diesem Jahr bildeten Carsten, Stefan, Harald und ich eines der insgesamt 486 4er Teams bei dem 24 Stunden Rennen Rad am Ring. Als Team „RV Trave Bad Oldesloe 1“ meldetet Harald uns bereits schon vor einigen Monaten bei der Veranstaltung, die auf dem Nürburgring in der Eifel stattfindet, an.

Am vergangenen Freitag reisten wir gemeinsam mit PKW und Wohnmobil bei sonnigen Wetter an und bezogen unsere Parzelle L107, die sich wenige hundert Meter von der Einfahrt zur Nordschleife befand.

Die Ausgabe der Startbeutel inkl. Transponder etc. war wieder in der Boxengasse und schnell zu finden. Die Abholung verlief total entspannt und schnell ab.

Am frühen Abend wollten wir gerne noch eine gemeinsame Einführungsrunde auf der Strecke drehen um nach der langen Autofahrt ein bisschen die Beine locker zu Fahren. Für Stefan war es der erste Besuch mit dem Rennrad auf dem Nürburgring und somit eine super Gelegenheit die wir gerne nutzen wollten.

Kurze Zeit später mussten wir leider feststellen, dass die Nordschleife noch nicht freigegeben war und dort noch Autos unterwegs waren. So schauten wir diesen erstmal zu um anschließend auf dem GP Kurs noch ein paar Kilometer zu rollen.

Für die Übernachtung von Freitag auf Samstag und Sonntag auf Montag hatte Harald uns eine nette Pension in Nürburg gebucht, die wir am Abend bezogen. Am späten Abend fing es an zu regnen, zu stürmen und zu Gewittern. Hiervon ließen wir uns nicht abschrecken, da die Wettervorhersage für den nächsten Tag bisher ganz gut aussah.

Am nächsten Morgen kamen wir zwar noch trocken zur Strecke, aber es war stark, es wehte ein kräftiger Wind und es regnete immer wieder.

Gegen Mittag ging es dann gemeinsam zu der Teambesprechung die Aufgrund des Wetters in den Innenbereich verlegt wurde.

Hier erfuhren wir bedauerlicherweise dass aufgrund der Sturmböen der jeweilige Start alle Radveranstaltungen um drei Stunden nach hinten verschoben wurde. Für uns bedeutete dass unsere neue Startzeit auf 16:15 Uhr verlegt wurde. Wir schlugen die Zeit gemütlich im Wohnmobil bei Kaffee, Muffins und Kuchen tot. Da ich der Startfahrer war, zog ich mich gegen 15:30 Uhr um und fuhr mich auf der GP Strecke warm. Nach einer Runde fuhr ich gerade über die Start und Ziellinie als ich aus den Lautsprechern die Ansage vernahm dass der Start erneut verschoben wurde. Neue Startzeit 20 Uhr. Also wieder zurück ins Wohnmobil. Im Internet bestätigte sich die Meldung. Aufgrund des immer noch zu starken Wind konnte die Veranstaltung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch nicht freigegeben werden. Wir, als 24 Stunden Teilnehmer hatten eigentlich sogar noch Glück im Gegensatz zu den anderen. Es wurden gleichzeitig alle Radveranstaltungen, die an diesem Tag stattfinden sollten, bis auf das 24 Stunden Rennen abgesagt. Unsere Stimmung war zu diesem Zeitpunkt nicht die beste, da wir ja schon längst auf dem Rad unsere Runden drehen wollen. Die entscheidung des Veranstalters die Veranstaltung erst um 20 Uhr frei zugeben war aber 100% die richtige Entscheidung.

Um 20 Uhr ging es dann endlich los. Da auch die anderen Teammitglieder noch wenigstens einmal im hellen auf die Strecke wollten, entschieden wir uns dazu das Harald und ich zusammen auf die erste Runde gehen, Carsten und Stefan im Anschluss auf die zweite. So hatten wir alle die Gelegenheit die Strecke noch einmal im hellen abzufahren, bevor es ab 22 Uhr dann in die Dunkelheit und Nacht ging.

Wir wechselten nach jeder Runde. Der Wind hatte mittlerweile nachgelassen und die Strecke vom Regen abgetrocknet. Wären da nicht die doch relativ niedrigen Temperaturen gewesen, könnte man sagen dass es fast optimal war. Anstatt der vom Wetterdienst angekündigten 16 Grad hatten wir zwischen 6-8 Grad. Relativ frisch also.

Geschlafen haben wir in unseren Fahrpausen natürlich nicht wirklich. Eher ein bisschen gedöst und mit einem Auge die Rennradfahrer die an unserem Wohnmobil vorbeifuhren beobachtet. Kurz bevor ich gegen 2:30 Uhr wieder auf die Strecke ging gab es noch ein Müsli to Go, naja eher ein Müsli to ride 🙂

Gegen halb fünf ging die Sonne auf und wir konnten die letzten Runden bei sonnigem Wetter, aber immer noch frischen Wind genießen.

Als wir vier Runden vor Schluss in der Ergebnissliste wahrgenommen haben, das wir aktuell auf Platz 102 von 684 – 4 Teams liegen packte uns der Ehrgeiz und wir überlegten wie wir es schaffen könnten noch unter die Top 100 Teams zu gelangen. Die Strategie war einfach. Schnellerfahren. Wir behielten jedoch unsere Konstanz die wir von Anfang an perfektionsmäßig fuhren bei und landeten am Ende mit insgesamt 18 Runden auf Platz 98. Eine Top Leistung für uns. Was aber noch wichtiger als jede Platzierung war und ist, ist dass wir trotz des 17 Stündigen – 24 Stunden Rennen ein super harmonisches Team waren und viel Spaß zusammen gehabt haben.

Es war mir eine Ehre mit euch zusammen als Team gefahren zu sein. Das können wir sehr gerne wieder machen.

 

Wie ich bereits vor der Veranstaltung angekündigt habe, wollten wir mit der Teilnahme an dem 24 Stunden Rennen auch gerne wieder als Botschafter und aktiver Unterstützer für „Eine Initiative SMA“ gutes Leisten und spenden hiermit pro Runde 5€ an die Spendenaktion „Rennrad-Nord.de – Bike for SMA“. Bei 18 gefahrenen Runden ergibt das eine Spende in Höhe von 90€.

https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/rennrad-nord-bike-for-sma

Für alle die noch nicht wissen was SMA ist oder bedeutet, könnt ihr hier noch einmal mehr dazu erfahren.

Die Spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die von Geburt an zu massiven Mobilitäts- und Lebenseinschränkungen bei den Betroffenen führt und diesen nach und nach alle Muskelkraft nimmt. Bei ca. 50% der SMA-Patienten (SMA Typ1) treten die Symptome schon in den ersten Lebensmonaten auf und die Kinder sterben oft schon vor Vollendung des 2. Lebensjahres durch Versagen der Atemmuskulatur. Die anderen 50% der SMA-Patienten (SMA Typ2) weisen etwas mildere Symptome auf, sind jedoch oft von Beginn an oder mit fortschreitender Erkrankung auf den Rollstuhl und auf dauerhafte Pflege angewiesen.

Mit einer Spende unterstützt auch Ihr das Vorhaben „Eine Therapie für SMA“ zu finden und somit den Betroffenen und deren Angehörigen zu helfen.

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One comment

  1. Die Nordschleife mit Grand Prix Kurs an sich ist schon ein Highlight. Durch die Landschaft, die Kurven, die Topographie. Durch die Dämmerungs- und Nachtfahrten gewinnt die Strecke nochmals an Reiz. Mein Highlight war das immer größer werdende Blau am sternenklaren, frühen Morgenhimmel mit den durch die Restdunkelheit huschenden Rücklichtern. Als dann die Sonne zu blinzeln begann durfte ich auf meine nächste Runde. Imi Zauber der aufgehenden Sonne mit 74 km/h die Hatzenbach Kurven, dann die Fuchsröhre mit rund 90, dann nach Breitscheid runter. Geil, geil, geil, diese Runde hätte ewig dauern dürfen, aber wir hatten ja noch Ziele ;-).

    Diese Veranstaltung ist auf meiner Bestenliste ganz weit oben neben MSR und diversen Alpentouren. Auch von meiner Seite: Top Veranstaltung, Top Team. Gerne wieder!

    Gruß
    Harald

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