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Stevens Cyclocross Cup 1.Lauf im Ranzauer Forst in Norderstedt

Start der Querfeldein-Rennsaison beim Stevens-Cup im Ranzauer Forst in Norderstedt:

Nachdem einzelne Teammitglieder in den letzten Wintern schon durch die einzigartigen QPE Veranstaltungen angefixt wurden, sollte an diesem Wochenende das Team Rennrad Nord gleich mit drei Fahrern in unterschiedlichen Hobby-Rennklassen beim Auftakt der Cyclocross Serie am Start sein.

Für Flo war es die Premiere, während Stefan schon letzte Saison einige Renneinsätze hatte und es für Mario schon die dritte komplette Serie sein wird. Damit gehört er schon fast zum Inventar der Hobbyklasse Ü40.

Apropos Hobbyklasse: Was diese Serie meines Erachtens auszeichnet, ist die lockere, kollegiale bis freundschaftliche Atmosphere unter den Startern vor, während und nach den Rennen. Sicher, es wird um Sieg und Plätze gekämpft, es fällt auch mal ein lautes Wort bei unkontrollierten Fahrmanövern oder Gerangeln und Stürzen, aber insgesamt geht es recht fair und friedlich zu: Leben und Leben lassen!

Die Cyclocrossgemeinde ist doch recht überschaubar und man trifft sich immer mal wieder, sieht bekannte Gesichter und zwischendrin wird gequatscht und gefachsimpelt.

Nebenbei ist es aber auch in der Hobbyklasse echter Rennsport, wenn auch längst nicht so rasant wie bei den Eliterennen, die im Rahmen der Rennserie stattfinden. Hier kann man sich bei genauer Beobachtung natürlich immer wieder einige Dinge abschauen, um es anschließend dann im eigenen Rennen selbst zu versuchen, was natürlich nicht immer gelingt.

Uns als echte Hobbyfahrer, bringen die ständig wechselnden Belastungen und technischen Ansrüche dieses Sports, jedoch regelmäßig an unsere körperlichen und fahrtechnischen Möglichkeiten, so dass es für uns schon ein echter Gewinn ist, sich dieser Herausforderung zu stellen und an den Start zu gehen.

So war auch Flo`s Zielsetzung bei seiner ersten Teilnahme klar definiert: Durchkommen, möglichst nicht oder nur selten Bodenkontakt und nicht Letzter werden. Um es vorweg zu nehmen: Alle Ziele wurden erreicht.

Der Kurs in Norderstedt ist insgesamt gut zu fahren, teils recht technisch, wegen vieler Wurzelpassagen und einem ständigen Auf und Ab durch kleinere und größere Kuhlen und Senken, außerdem gespickt mit einigen querliegenden Baumstämmen und Bretterhindernissen, aber ansonsten flach und mit überwiegend griffigem Waldboden.

Flo war in der Hobbyklasse bis 40 Jahren als erster von uns dreien dran und nach einem kurzen Plausch im Startbereich ging es für ihn auch schon los.

Nach der ersten Runde musste er sich am Ende des recht überschaubaren Starterfeldes von 16 Fahrern wiederfinden. Wir versuchten ihn verbal zu motivieren ruhig und kontrolliert in seinem Tempo zu fahren, was ihm auch sehr gut gelang.

In der letzten Runde gelang es ihm dann noch, außerhalb unserer Sichtmöglichkeiten, den vor ihm liegenden Kontrahenten zu überholen. So erreichte er als Vorletzter das Ziel: Mission erfüllt, Spaß gehabt, gelernt und motiviert weitere Rennen zu bestreiten.

Nach einer Proberunde und dem zwischenzeitlichen Eliterennen, dass wir an verschiedenen kniffligen Stellen des Parcours beobachteten, ging es auch für Mario und mich zur Startaufstellung. Vorher mussten wir uns jedoch noch einigen Lagen unserer Kleidung entledigen, denn es war doch sehr warm geworden. Speziell für den Querfeldeinsport total ungewöhnlich, aber die Auftaktveranstaltung war diesmal auch zwei Wochen früher angesetzt als noch im letzten Jahr.

Erstmals wurden die Starts von Ü40 und Ü50 aufgrund der hohen Zahl von Meldungen ( insgesamt über 50 Starter ) getrennt. So ging Mario aus der zweiten Startreihe zwei Minuten vor mir mit der Ü40 Meute auf den Kurs und wart von mir nicht mehr gesehen. Nach dem Rennen berichtete er, dass es kurz nach dem Start in der ersten engen Kurve kam wie es so oft beim Cyclocross kommt. Ein erster harmloser Sturz, der aber das Feld ausbremste und andererseits Lücken riss. Mario kam ganz gut dran vorbei und fuhr ein gutes Rennen, jedoch nicht ohne einmal in einer komplizierten Passage fast über den Lenker abzusteigen.

Im weiteren Verlauf konnte er sich, mit einigen seiner mittlerweile bekannten Konkurrenten, um die Plazierung batteln und am Ende sprang ein sehr guter 8. Platz für ihn heraus. Als Auftakt eine Top Ten Plazierung ist schon mal super, auch im Hinblick auf die Startaufstellungen der kommenden Rennen.

Der Start in der Ü50 Klasse verlief für meine Verhältnisse aus der dritten Startreihe recht gut. Will sagen, ich bin nicht als einer der Letzten in die erste Kurve gegangen wie sonst üblich. Die erste Runde lief recht flott für mich, aber in der zweiten Runde hatte ich einige kleinere Fahrfehler und die Trage- und Laufpassagen machten meinem Kreislauf arg zu schaffen, so dass ich bewusst etwas herausnehmen musste und die Runde recht ruhig und kontrolliert weiter gefahren bin. Das hatte zur Folge, dass mich mehrere Fahrer überholen konnten und erst im Verlauf der dritten Runde konnte ich mich wieder an einige Kontrahenten heran arbeiten und mit etwas mehr Druck fahren. Von nun an lief es deutlich besser.

Der Kurs wurde langsam mein Freund und ich konnte die letzten Runden zumindest gefühlt flüssig, geschmeidig und schnell fahren. Weil noch einige Reserven im Tank waren, konnte ich noch den einen oder anderen Fahrer überholen und war am Ende mit dem 15. Platz zufrieden.

Im Ziel gab das übliche Gequatsche mit den anderen Fahrern. Das ist manchmal wie bei den passionierten Skatspielern, wo das Analysieren und Bereden des vorherigen Spieles deutlich länger dauert, als das eigentliche Spiel.

Nachdem wir drei etwas Wärmendes angezogen, die Siegerehrung angeschaut und unsere Plazierungen erfragt hatten, ging es zufrieden und schon wieder heiß auf das nächste Rennen zum Auto und ab nach Hause, wo diesmal meine Familie mit leckerem Käsekuchen auf mich wartete.

Unser Fazit: Auch wenn man sich hin und wieder fragt, warum man sich das alles noch antut, im Rennen und danach schüttet der Körper trotz Anstrengung irgendwelche gehimnissvollen, abhängig machende Glückshormone aus, die dazu führen, dass man, kaum im Ziel und wieder zu Atem gekommen, schon wieder losfahren will, egal wie das vorherige Rennen gelaufen ist und welche Plazierung herausgeprungen ist. Es macht einfach riesiegen Spaß durch die Natur zu schrubben, egal bei welchem Wetter und welchen Bodenverhältnissen.

Fortsetzung folgt – mit Sicherheit!!!

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