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Stevens Cyclocross Cup 2.Lauf in Kaltenkirchen

An diesem Wochenende war das Team Rennrad Nord leider nur mit zweit  Fahrern in unterschiedlichen Hobby-Rennklassen beim zweiten Lauf des Stevens Cyclocross Cups dabei. Stefan war vergangene Woche gestürzt und hat sich dieses mal leider das Schlüsselbein gebrochen und fällt für einige Wochen aus. An dieser Stelle wünschen wir dir Stefan eine schnelle und gute Genesung. 

Als ich heute morgen aufgestanden bin und raussah war es grau und regnete.  ☔️. Meine Motivation eher mäßig. Ein Blick auf die Starterliste, sagte mir das der Fahrer aus dem ersten Rennen mit dem ich um den letzten Platz gekämpft habe auch gemeldet ist. Das heutige Ziel war klar. Meinen vorletzten Platz in der Wertung verteidigen. Also den von Dienstag (1.Lauf Braunschweiger-Cross-Serie) noch von Dreck verkrusteten Crosser grob gesäubert und ab auf den Heckträger und nach Altenkirchen gefahren. Mein Rennen startete regulär um 12:10 Uhr, das von Mario um 14:10 Uhr.

Vorort angekommen, regnete es nicht nur ein bisschen sondern Bindfäden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Hoffnung das sich dies noch ändern könnte. Falsch gedacht. 10 Grad und Dauerregen. Na, dass kann ja was werden.

Nach dem Senioren2 Rennen bin ich noch eine Proberunde gefahren um die Strecke kennenzulernen. Oha, waren glaube ich meine Worte nach der Runde. Der Kurs war schön aufgeweicht und von den Vor-Rennen schon gut bearbeitet worden. “Das wir Anstrengender als Dienstag” dachte ich nur.

Mit 30 Minuten Verspätung ging es dann auch für mich los. Wie auch im letzten Rennen verlor ich gleich auf den ersten Metern etliche Startplätze, was mich nicht störte, da ich ja im ersten Jahr bin in dem ich überhaupt in das Cross-Renngeschehen schnuppere. Mein “Konkurrent” aus dem letzten Rennen war vor mir. “Super” dachte ich. Hinterrad halten und schnellstmöglich vorbei. 
So die Theorie. Er hatte heute echt gute Beine und nachdem ich in der Sandpassage gestürzt bin, konnte ich das Hinterrad nicht mehr halten und musste ihn ziehen lassen. 

Den Fokus auf den hinter mir fahrenden Fahrer gerichtet drehte ich meine Runden. Insgesamt 4 in der Zeit von 30 Minuten. Man war ich erledigt als ich im Ziel ankam. Total dreckig, aber auch wieder Glücklich nicht letzter geworden zu sein.

Nach einem kurzen Handshake mit dem Fahrer den ich versucht habe hinter mir zu lassen und einem kurzen Austausch ging es dann zu Mario, der gleich an der Reihe war.

Marios Gesicht sprach Bände. Was für ein SCHEISS Wetter heute und es ist kalt. Das Wasser sammelte sich jetzt schon auf dem Weg im Start/Ziel Bereich. Der Boden konnte es nicht mehr aufnehmen.

Und los ging es für die Ü40-Hobby Teilnehmer. Mario kam echt gut weg und fuhr die erste Runde auf Platz 6. Aber was war dann los. 

Er rief mir irgendwas mit “Meine Bremsen funktionieren nicht mehr” zu. Ohne Bremsen auf dem Kurs. Ojee, das wird hart. Mario versuchte alles. Mit seinem fahrerischen können versuchte er Runde für Runde die Kurven so gut wie möglich zu fahren. Auch bei ihm zärte die matschige Strecke an den Kräften und kostete einige Körner.

Er kämpfte sich über die Wiese den Berg hoch. Drückte.

Dann die abfahrt. Keine Bremse. Ein Fuß raus um mit der Geschwindigkeit gut um die Kurve zu kommen. Puhh, es klappte. Jetzt nur noch ein paar Meter, dann hat auch der den 2.Lauf der Stevens Cyclocross Cup 2017/18 geschafft. Er war nicht zu frieden, was natürlich nachvollziehbar ist. Mit Bremsen wäre er wahrscheinlich wieder in die TopTen gefahren. Hätte Hätte Fahrradkette. Kopf hoch und nächstes Mal weiter angreifen.

Letztlich bin ich in meinem Rennen auf Platz 16 gelandet und Mario auf Platz 15. 

Fortsetzung unserer Teilnahme am Stevens Cyclocross Cup folgt.

 

Ein kleiner Nachtrag aus Marios Sicht 🙂 Cool geschrieben:

Ja, zum Kurs muss ich ja nichts mehr sagen, an vielen Stellen konnte man nicht mehr von kontrollierter Fahrt sprechen, da war ich nur Mitreisender mit dem Willen auf dem Rad zu bleiben. Aber der Reihe nach. Startreihe 1, gut los gekommen, erste Kurve fasst verpasst, weil soviel Dreck in den Augen, Runde lief aber gut, mit Platz 6 oder 7 in die zweite Runde. Wurde von 2 Fahrern überholt, alles im grünen Bereich, nur meine nachlassenden Bremsen bereiteten mir mehr und mehr Kopfzerbrechen. Dritte Runde dann nach einer kleinen Anfahrt der erste Ausritt ins Unterholz, die Bremswirkung tangierte Richtung Null. Könnte ich in den Kurven noch die Wikung des tiefen Bodens nutzen um Geschwindigkeit abzubauen, waren die Abfahrten ein Ritt auf der Rasierklinge. Letzte Runde, schön im Flatterband eingefädelt und vom Rad, Schaltgriff voller Dreck, schalten unmöglich, kurzer Stopp und Dreck rausgepult, was für ein Scheiss. Die Abfahrten lief ich nun runter, denn das Risiko war zu groß und ich wollte es nicht Stefan nachmachen. Das kostete mich auf den letzten Metern noch 2 Plätze 😬 Jetzt geht es flach, ich greife nochmal an, komme ans Hinterrad der Beiden und leider viel zu schnell in die letzte Kurve. Bremsen geht ja nicht, Ich werde rausgetragen und bin froh nicht wieder im Wald zu landen. Die Beiden zieh weg, der Drops war gelutscht, nichts geht mehr. Ich war schon angefressen, denn TopTen wäre wieder möglich gewesen, bin aber auch stolz, dass ich das Rad nicht zwischenzeitlich in den Wald geworfen habe und glücklich, dass ich bei diesem Rodeo ganz geblieben bin. Respekt auch an Flo, der sich aktuell Rennen für Rennen durchbeißt und sein Rookie-Jahr zum Lernen nutzt.

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