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Testbericht: Dry Fluid Kettengleitstoff

Ich wurde von der Firma DryFluids angeschrieben und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte das Produkt “Dry Fluid- Kettengleitstoff für Biker” zu testen und anschließend einen ausführlichen Testbericht über dieses Produkt zu schreiben. Nachdem ich mir die Website und das Auftreten der Firma DryFluid im Internet näher angesehen habe, endschied ich mich mit Freude, das Produkt einem genauen Praxistest zu unterziehen.

Im ersten Schritt möchte ich einige Angaben des Herstellers wiedergeben, damit sich jeder ein Bild von dem Kettengleitstoff für Biker machen kann.

Dry Fluid ist eher ein Gleitstoff als ein klassischer Schmierstoff. Es handelt sich nicht um ein Wachs, ist nicht ölend, nicht fettend und frei von Silikon. Durch die Verwendung von Trockenpartikeln, Gleitpolymeren und High-End- Gleitfluiden wird eine bisher unbekannte Schmierwirkung erreicht.

 


Produktbeschreibung des Herstellers

– Erhöht die Lebensdauer von Ketten, Zahnräder und Schaltsysteme
– Bisher von keinem Produkt erreichte Schmierfähigkeit
– Bindet weder Staub noch Schmutz
– Gleitstoffsystem und Langzeiteffekten
– Druckfest und Leistungssteigernd
– Reduziert die Laufgeräusche
– Extrem gutes Kriechvermögen
– Sehr gute Haft- und Korrosionsschutz- Eigenschaften

 

MEIN TESTBERICHT

 Erster Eindruck: 

Die Versendung des Produktes durch den Hersteller verlief unkompliziert und sehr schnell. Nachdem ich das Packet ausgepackt habe, erwartete mich eine professionell aussehende Verkaufsverpackung und eine gute Herstellerbeschreibung des Produktes “DRY-FLUID High End Kettengleitstoff” in Form eines Flyers.

Der Kettengleitstoff selbst befindet sich in einer 50ml großen Flasche. Leider fehlt hier eine kurze Beschreibung zu der genauen Anwendung des DryFluids in Form einer kleinen Anleitung. Diese hätte ich mir als Beilagezettel oder als Anleitung auf dem Produkt bzw. auf der Verpackung gewünscht. 

 

Anwendung: 

Laut der Beschreibung des Herstellers, sollte  die Kette vor der Anwendung von DryFluid so sauber wie möglich sein. Das Fluid 1 mal dünn auftragen, 10-15 Minuten ablüften lassen und dann losfahren. Nach rund 50-100 Km die Anwendung mit wenig Fluid wiederholen.

 

Der o.g. Anwendungsbeschreibung bin ich nachgekommen. Zuerst habe ich die Kette vollständig gereinigt, so dass sie so sauber war, wie eine bereits gefahrene Kette sein konnte. Also fast neu Zustand. Nachdem ich den Flascheninhalt mit dem DryFluid einmal kräftig durchgeschüttelt hatte, wurde dieser von mir in einem dünnen Film auf die Kette aufgetragen.

 

Eigenschaft des Kettengleitstoffes

Das dünnflüssige Fluid verteilt sich sehr gut und schnell um jedes Kettenglied. Nach wenigen Minuten ist es vollständig abgetrocknet und hinterlässt einen weißen Schmierstoff- Film auf der Kette. Ich muss zugeben, der weiße Film hat mich zuerst ein wenig irretiert.

 

Fahreigenschaften

Wie vom Hersteller beschrieben, habe ich die Kette nach der ersten Anwendung ca. 50km eingefahren und anschließend noch einmal leicht nachbehandelt. Seit dem bin ich jetzt ca. 700km mit dem Gleitstoff gefahren und habe  zwischenzeitlich eher unfreiwillig einige Regentouren mit in den Test eingebaut. Ich konnte positiv feststellen, dass der Regen dem Schmierstoff nicht viel anhaben konnte. Die Kette hat erstaunlich weniger Schmutz von der Straße aufgenommen, als ich es von bisherigen Ölen kannte.
Auch die  Entwicklung der  Laufgeräusche sind sehr positiv.  Dadurch, dass die Kette weniger Schmutz aufgenommen hat läuft diese nicht nur leichter über die Ritzel, sondern das “angenehme” Surren der Kette bleibt ebenfalls länger bestehen. Dadurch dass weniger Schmutz an der Kette haften bleibt, denke ich dass diese somit ebenfalls eine höhere Laufleistung erreicht. 

 

Bewertung

Positiv:

  • Nach dem Auftragen, keine Tropfenbildung
  • An dem Kettengleitstoff bleibt kaum Schmutz haften, dadurch bleibt die Kette länger sauber.
  • Reduziert die Laufgeräusche

 

Negativ:

  • Es lag zu Beginn des Tests noch keine  Bedienungsanleitung bei. (Dies hat der Hersteller bereits geändert)

 

 

Ergebnis des Testberichtes

Das Produkt “Dry Fluid – Kettengleitstoff für Biker”  hat mir sehr gut gefallen. Der Kettengleitstoff überzeugt durch seine leichte Handhabung und der sehr guten Beständigkeit bei Regen. Ebenfalls beeindruckend ist, wie wenig Schmutz an der Kette haften bleibt. Ich persönlich kann den Kettengleitstoff mit guten Gewissen weiterempfehlen und werde diesen in Zukunft für mein Rennrad bzw. für unsere Fahrräder weiter nutzen. 

Nach dem Testbericht von Rennrad-Nord und der leichten Kritik, dass DryFluids keine Anleitung für die Handhabung des Kettengleitstoffes dem Produkt beigelegt hat, hat der Hersteller schnell, professionell und sehr kundenfreundlich reagiert, in dem er eine kurze Anleitung für die Nutzung des hochwertigen Kettengleitstoffes in die Produktion gegeben hat. Diese liegt dem Produkt in Zukunft bei.

Vielen Dank für die Umsetzung.

 

Für alle die mögen, könnt Ihr euch hier das Produkt selbst einmal ansehen oder ausprobieren. DryFluid 

 

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Ein Kommentar

  1. Eine kleine aber wichtige Ergänzung:
    Bei Shimano 11fach-Ketten wird neu ein zähes Öl verwendet, das (Tipp der Fa DryFluids!) vor der Erstbenutzung mit Waschbenzin + Pinsel heruntergelöst werden muss. Ansonsten findet man sich später über viele hundert Kilometer mit einem Berg an Schmiere an den Kettenführungsröllchen bzw. Ritzeln wieder.
    Ich habe dieses Verfahren 2014 an 2 Ketten erfolgreich getestet.

    Bei 11fach Campagnolo-Ketten (auch 9fach) gehts problemlos auch mit Einfachreinigung (Lappen) vor der Erstbenutzung.

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