Testbericht – SKS Steckradschützer „VELO 47 TREKKING“

Ich möchte gleich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich die Steckschützer nicht wie der Name vermuten lässt an einem Trekkingrad, sondern an einem Cyclocrosser verbaut habe. Daher werden die von mir beschriebenen Anpassungen bei Verwendung an einem „Standard-Rad“ nicht nötig sein.

Da ich meinen Cyclocrosser auch als Rad für die tägliche Arbeit nutze und nicht nur bei schönem Wetter unterwegs bin, lag die Entscheidung nahe, einen Spritzschutz nachzurüsten. Nur welchen? Ausreichend Schutz soll er bieten, leicht zu montieren und demontieren soll er sein (da ich mit dem Rad auch Rennen fahre und der Schutz dann stört), eine Befestigung an Gabel- und Sitzstreben ist nicht möglich, da dort die Bremszüge für die Disc (Scheibenbremse) verlegt sind. Die SKS-Steckradschützer „VELO 47 TREKKING“ schienen mir die geeigneten für meine Ansprüche zu sein.

Geliefert bekommt man stabile Kunststoffschützer, wie man es von SKS gewohnt ist und einen im Normalfall mit allen benötigten Schrauben beigelegten Universalbefestigungssatz. Für die Montage an meinem Cyclocrosser musste ich allerdings ein wenig improvisieren. Die beigelegte Schraube für die Befestigung des Steckwinkels an der Gabel war für mein Rad zu kurz (Cyclocrosser spezifisch) und ich musste eine ca. 70mm lange besorgen. Winkel montiert – Steckradschützer drauf – ein wenig justiert – sitzt.

Der Hinterradsteckschutz wird an zwei Punkten arretiert. Zum einen an der Brücke der Sitzstreben, was ohne Probleme mit den mitgelieferten Schrauben möglich ist. Der zweite Punkt ist am Sitzrohr mittels eines am Steckschützers befindlichen Klipps, der mit einem stabilen Gummiband gehalten wird. Auch hier gab es ein Cyclocrosser spezifisches Problem zu lösen. Der Abstand zwischen Sitzrohr und Reifen ist geringer als bei einem „Standard Rad“, was dazu führte das nach Montage des Steckschützers das Hinterrad blockierte. Glücklicherweise gibt es zwischen dem Halteklipp und dem Steckschützer einen kleinen Steg, den ich kurzer Hand mit einem Cutter-Messer entfernte.

Um beide wieder zu verbinden habe ich 2 kleine Löcher durch Halteklipp und Steckschützer gebohrt und mit einem Kabelbinder wieder aneinander fixiert (hält in der Regel ewig).

Also gleiches Spiel: Winkel montiert – Steckradschützer drauf – Halteklipp ans Sitzrohr und mit Gummiband fixiert – ein wenig justiert – sitzt.

Wer es ganz gut machen will, nutzt den optional erhältlichen Strebensatz und hält damit die Steckschützer noch besser in Position. Für meinen Bedarf bieten die Steckschützer auch ohne diese Option ausreichend halt.

Je nach Gabelbreite und Platz zwischen den hinteren Sitzstreben des Rades kann man die Steckschützer montieren und demontieren ohne die Laufräder auszubauen, ansonsten muss man diese kurz entfernen, was ja dank Schnellspanner auch nur wenige Sekunden dauert.

Die „VELO 47 Trekking“ bieten für meine Ansprüche einen nahezu optimalen Kompromiss aus Montagefreundlichkeit – Befestigungsmöglichkeiten – Spritzschutz und haben meine Erwartungen voll erfüllt. Ganz nebenbei sehen sie auch noch recht gut aus.

Mit einer UVP von 17,99€ bietet sie ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und sind von meiner Seite uneingeschränkte empfehlenswert.

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